Tipps zum Radfahren ...

... während der Schwangerschaft

Aus den Interviews mit Ärztinnen und Ärzten geht hervor, dass aus medizinischer Sicht nichts gegen das Radfahren in der Schwangerschaft spricht, solange die Schwangerschaft ohne Komplikationen verläuft. Radfahren ist gelenk– und beckenbodenschonend. Auch befragte Hebammen gaben an, dass gesunde schwangere Frauen problemlos Fahrrad fahren können. Radfahren wurde von den Hebammen mehrheitlich als positiv und gesund beurteilt. Auch in der von uns recherchierten Literatur wird Radfahren als eine gute Bewegungsform während der Schwangerschaft beschrieben.

Folgendes sollte beim Radfahren in der Schwangerschaft beachtet werden:

  • Die schwangere Frau sollte sich wohl fühlen.
  • Gefährliche Situationen mit Sturzrisiko sollten vermieden werden. Das heißt auch, Radfahren bei Glätte und Schnee zu vermeiden.
  • Schwangere sollten nur mit leichter körperlicher Anstrengung Rad fahren und nicht an ihre Leistungsgrenze gehen.

... mit Baby

Noch gibt es keine aussagekräftigen Langzeitstudien darüber, welche Auswirkungen die Mitnahme eines Babys in einem Fahrradanhänger oder in einem Lastenrad auf den Körper und die Entwicklung des Säuglings hat. Interviewte Ärzte halten Rad fahren mit einem Baby für unbedenklich.

Wenn das Kind sicher sitzen kann, kann es in einem Kindersitz (vorne oder hinten am Fahrrad befestigt), in einem Kinderanhänger oder in einem Lastenrad mit einer Kindermitnahmevorrichtung transportiert werden.

Wenn das Baby noch nicht sicher sitzen kann, kann es in einem Kinderfahrradanhänger oder einem Lastenrad transportiert werden. Sowohl Anhänger als auch Lastenrad müssen einen speziellen Einsatz für Babys haben: Autobabyschale („Maxi-Cosi“), Babyhängematte oder spezielle Babyschale fürs Fahrrad. Für die meisten Anhänger kann dieses Zubehör nachgekauft werden.
 

Lachendes Baby im Fahrradanhänger  Fahrrad mit Kinderanhänger
pressedienst-fahrrad und Qeridoo  

Stand: August 2016